Tannengrün-Schützen Thannenmais e. V.

Kurze Orts- und Vereinsgeschichte


Namensherkunft

Der Ortsname Thannenmais gehört zu den Rodungsnamen, die in der Regel im Hoch- und Spätmittelalter entstanden. Das Grundwort -mais kann auf das mittelhochdeutsche meizen = hauen, schneiden zurückgeführt werden. Der Namensteil Thannen- bezieht sich im Zusammenhang mit der Rodungstätigkeit auf die vorherrschende Baumart.

Ortsgeschichte von Thannenmais

Der Name deutet also daraufhin, dass es sich hier ursprünglich um ein dichtes Waldgebiet handelte. Wie aus Überlieferungen zu erfahren ist, war das ganze Gebiet von den Reisbacher Höhen aus in südlicher Richtung dicht bewaldet. Es war alles im Besitz der Grafen von Aham. Im 30-Jährigen Krieg 1618-1648 flüchteten die Vilstaler mit Hab und Gut nach Thannenmais in das Holzland, wo sie in den undurchdringlichen dichten Waldungen vor den schwedischen Kriegern sicher waren. Vereinzelt bauten sich die Vilstaler sogar Sandhöhlen und andere Behausungen, davon dürfte es auch herkommen, dass der Ort so zerstreut ist, also kein zusammenhängendes Wohngebiet aufweist. Der Ort Thannenmais ist also auf einem gerodeten Waldstück entstanden. Bereits im Jahre 1578 findet man die Schreibweise Tannenmais (ohne h).
(Auszug aus der Festschrift von 1987)

Thannenmais unterstand im 18. Jahrhundert dem Landgericht Reisbach und nach Angliederung des Landgerichts Reisbach an das Amtsgericht Landau/Isar im Jahr 1803 dem Landgericht Landau. Das Landgericht Landau wurde von 1808 bis 1811 in insgesamt 63 Steuerdistrikte aufgeteilt. Thannenmais wurde dabei dem Steuerdistrikt Failnbach zugeordnet. Ab 1818 gehörte Thannenmais zur neu gegründeten politischen Gemeinde Failnbach. Diese wurde jedoch bereits 1823 wieder aufgelöst und Thannenmais ab diesem Zeitpunkt der Gemeinde Niederreisbach zugeschlagen. Am 1.4.1971 wurde die Gemeinde Niederreisbach mit Thannenmais im Zuge der Gebietsreform in die Gemeinde Reisbach eingegliedert.

"Schützengesellschaft" Thannenmais


Schon Anfang der 50er Jahre wurde in Thannenmais ein Schützenverein gegründet. Dieser nannte sich "Schützengesellschaft Thannenmais.” Zum 1. Vorstand wurde Max Prinz bestellt. Als Zieler wurden Matthias Wimmer (Sieweschneider) und Timotheus Holzner (Klein Timut) bestellt. Vereinswirt war Georg Wimmer (Siewe Schoß), der damals das Gasthaus in Thannenmais gepachtet hatte. Geschossen wurde auf 12er Scheiben. Jahresmeister wurde Alois Oswald, Zweiter war Xaver Schuder. Die Schützenscheibe gewann wer den besten Blattschuss erzielte. Dieser Verein löste sich nach einigen Jahren wieder auf.

Gründung der Tannengrün-Schützen


Der Verein wurde am 12.10.1971 von folgenden 13 Personen gegründet: Alfons Hochholzer sen., Rudolf Sänftl sen., Timotheus Holzner jun., Ludwig Lex, Alfons Kleeberger, Karl Gruber, Franz Gruber, Rudolf Sänftl jun., Xaver Schuder, Horst Kathke, Josef Holzner, Alois Denk, Anton Friedlmeier

Der Schießstand wurde zuerst im Gastzimmer des Vereinslokals "Gasthaus Langbräu " errichtet. Die Fenster an der linken Seitenwand mussten während des Schießens mit 13 mm starken Holzspanplatten abgedeckt werden. An der rechten Seite des Schießstandes musste eine 2 m hohe Schutzwand errichtet werden.

Am 20.10.1971 erfolgte die offizielle Abnahme von zwei Luftgewehr- und Pistolenständen auf 8 m Entfernung. Das erste Gewehr hatte der Verein eine Woche leihweise von Alfons Kleeberger. Nach längeren, schwierigen und anstrengenden Reparaturarbeiten konnten wir am 26.1.1972 das Schießen im Keller auf drei Schießbahnen ermöglichen.

Im ersten Vereinsjahr wurde auf 60 mögliche Ringe geschossen. Die Mitgliederzahl belief sich auf 47 Personen. Nachdem das Gasthaus in Thannenmais geschlossen wurde fanden wir dank der Familie Hochholzer eine neue Heimat im Bayern-Park in Fellbach.

Fahnenweihe 1987

Am 27. und 28. Juni 1987 hielten die Tannengrün-Schützen ein Gründungsfest mit Fahnenweihe. Fahnenmutter war Frieda Geigenberger. Unter großer Beteiligung der umliegenden Vereine und bei schönstem Wetter, das wie auf Bestellung kam, wurde das Fest zu einem großen Erfolg und unvergesslichem Erlebnis. Die neue Fahne ist seitdem fester Bestandteil bei der Teilnahme der Schützen an weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen aller Art.

Schießbetrieb

Der Schießbetrieb in den Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole und Lichtgewehr mit Jahresmeisterschaft und Königsschießen spielt sich hauptsächlich in den Wintermonaten ab. Der Schießstand war viele Jahre bis zu dessen Schließung im Keller des Wirtshauses in Thannenmais untergebracht.

Der neue Schießstand befindet sich auf dem Gelände des Bayern-Parks, dessen Eigentümerfamilie wir für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten herzlich danken!



Seit Jahrzehnten nehmen wir auch mit mindestens einer Mannschaft an den Rundenwettkämpfen des Schützengaus Dingolfing teil.
Ebenso gehört das jährlich stattfindende Bürgermeister-Gedächtnis-Pokal-Schießen der Gemeinde Reisbach zu unserem Pflichtprogramm.